20170120

Buchtipp: Merkmale eines guten Bierkellers


Fünf Merkmale eines guten Bierkellers


1.       Zugang und Sicherheit sind gewährleistet

Machen Sie sich und Ihren Mitarbeitern keine unnötige Arbeit. Wählen Sie einen Lagerraum, der leicht zugänglich ist. Denken Sie auch an die Arbeitssicherheit. Die Tür zum Lagerraum muss sich auch von innen leicht öffnen lassen, selbst dann, wenn sie von außen verschlossen wird. Auch eine Lüftung sollte vorhanden sein.

2.       Der Raum lässt sich gut reinigen

Die einfache Reinigung ist wichtig. Der Raum sollte einen glatten, strapazierfähigen Fußboden haben. Bodenfliesen eignen sich gut.

Auch die Wände sollten entweder glatt verputzt oder verfliest sein. Und natürlich brauchen Sie in diesem Raum einen Wasseranschluss und –ablauf sowie einen Bodenablauf.

3.       Die Temperatur ist in Ordnung

Bier ist ein Naturprodukt und mag keine Temperaturschwankungen. Der Lagerraum für Ihr Bier muss daher stets eine konstante Temperatur haben und zwar zwischen 6 und 9° Celsius. Das Thermometer im Keller zeigt Ihnen die richtige Temperatur.

Ist es kälter, wird das Bier „kältetrüb“. Ist es zu warm im Lagerraum, leiden das Aroma und der Geschmack. Warmes Bier schäumt außerdem zu stark. Die gute Qualität eines Bieres können Sie nicht einfach wiederherstellen, idem Sie zu kalt oder zu warm gewordenes Bier wieder in den richtigen Temperaturbereich bringen. Schalten Sie daher die Kühlung des Lagerraumes weder über Nacht, noch an Ruhe- und Feiertagen ab!

In Ausnahmefällen können Bierfässer auch in ungekühlten Lagerräumen untergebracht werden. Die Umgebungstemperatur darf dabei aber nie über 18°C steigen.

4.       Das Lager wird richtig genutzt.

Bier mag andere Lagertemperaturen als etwa Obst, Fleisch oder Gemüse. Ein zweiter Grund für eine räumliche Trennung ist der „saure“ Einfluss, den manche Lebensmittel auf das Bier haben. Verursacht wird das durch bierverderbende Bakterien, die sich auf bestimmten Lebensmitteln halten und die leicht auf die Zapfhähne kommen können. Infektion und Geruchsveränderungen sind mögliche Folgen.

5.       Der Lagervorrat passt.

Denken Sie bei der Planung Ihrer Vorräte daran, dass das Bier vor dem Anzapfen mindestens zwei ruhige Tage im Lagerraum verbringen möchte. Reihen Sie die Fässer so, dass jeweils das älteste Fass zum Anstich kommt (Prinzip des „First in – First out“). Bereits angezapfte Fässer sollten innerhalb von 48 Stunden aufgebraucht werden. Ist das Fass zu lange im Anstich, kann es zu Infektionen kommen. Das gilt vor allem für den Ausschank mit Durchlaufkühlern. Greifen Sie daher im Zweifelsfall eher zu kleinen Fassgrößen!

In Ruhezeiten verhindern Sie eine Aufkarbonisierung, indem Sie zu Arbeitsschluss den Zapfkopfhebel ganz nach oben ziehen und so die CO2-Zufuhr unterbrechen.

Leseprobe aus:

Leitfaden für „Bierzapf-Profis“




Ein Leitfaden für alle, die „Bierzapf-Profis“ werden möchten! Der leicht verständliche Ratgeber verrät zahlreiche Tipps und Tricks für den professionellen Biergenuss und soll dabei helfen, ein richtiger Schank-Profi zu werden. Der „Schankmeister-Lehrgang“ besteht aus drei Teilen. In Teil 1 erfahren Sie, wie Bier und Schankgas richtig geliefert, gelagert und temperiert werden. Im zweiten Abschnitt geht es um die richtige Pflege und Wartung der Schankanlage. Der dritte Teil erklärt Ihnen das Geheimnis einer appetitlichen Schaumkrone.

Noch mehr Wissenswertes rund um den Gerstensaft erfahren Sie im Anhang des Buches. Hier können Sie nicht nur das Wichtigste rund um das Brauen, sondern auch spannende Details aus der jahrtausendealten Geschichte des Bieres nachlesen.Und weil Bier nicht nur schmecken, sondern sich auch gut verkaufen muss, verrät dieser Bierratgeber für die Gastronomie zudem ein paar originelle Textideen für Ihr Bier-Marketing: Bierwissen, mit dem Sie zum Beispiel Ihrer Getränkekarte das gewisse Etwas verleihen können!