20161031

"Bruchteilseigentum" und was Immobilienkäufer sonst noch wissen sollten


Leseprobe:



Bruchteilseigentum


Mitunter werden gemeinschaftlich genutzte Wohnhäuser in Form eines „Bruchteilseigentums“ aufgeteilt. In diesem Fall besitzen die Bewohner das Haus, einschließlich aller Wohnungen, gemeinsam. Ein Käufer erwirbt also nicht eine bestimmte Wohnung und einen dazugehörigen Anteil am Gemeinschaftseigentum, sondern den Bruchteil eines ganzen Hauses. Die Nutzung einer bestimmten Wohnung ist lediglich durch einen Vertrag mit den anderen Miteigentümern abgesichert.

Die Bruchteils-Konstruktion ist mit wirtschaftlichen Risiken verbunden: Bei Zahlungsschwierigkeiten eines Eigentümers sind alle Miteigentümer vom Verlust ihrer Wohnung bedroht. Da das Haus im Grundbuch als Einheit aufscheint, wird nicht nur die vom Schuldner bewohnte Wohnung, sondern das gesamte Haus versteigert. Damit kommen alle anderen Wohnungen automatisch mit unter den Hammer! Dieses Risiko schmälert auch den Wiederverkaufswert einer im Bruchteilseigentum genutzten Wohnung.

 
Quelle:



Der Ratgeber „Immobilienkauf. Was kluge Käufer wissen sollten“ bietet eine Übersicht über die wichtigsten Punkte, die bei einem Wohnungskauf oder einem Hausbau zur Sprache kommen sollten. Die einzelnen Begriffe werden verständlich und ohne „Fachchinesisch“ erklärt.

Immobilienkauf: Was kluge Käufer wissen sollten!


von Karl Wiederoither
92 Seiten
ISBN-10: 1539650472
ISBN-13: 978-1539650478