20160217

Stephen King - Horror trifft auf Liebesgeschichte

Stephen King
Sara
Heyne, 607 Seiten.

Ausgerechnet ein Beststellerautor ist der Held in Stephen Kings Roman „Sara“. Mikie Noonan erzählt aus der Ich-Perspektive die Geschichte eines von Schreibhemmungen geplagten Erfolgsautors, der mit dem plötzlichen Tod seiner Frau Jo nicht fertig wird. Um neuen Mut zum Leben und zum Schreiben zu finden, zieht sich Noonan auf Sommerhaus „Sara“ zurück. Hier entdeckt er, wie dünn die Grenzlinie zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart ist und daß es möglich ist, sich trotz seiner Erinnerungen an Jo wieder zu verlieben. Durch seine Liebe zur verwitweten Mattie und ihrer Tochter Kyra gerät Noonan plötzlich in ein „David gegen Goliath“-Spiel und muß sich außerdem noch mit einem Fluch herumschlagen, der auf dem Sommerhaus liegt. Ähnlichkeiten mit "Rebecca" von Daphne du Maurier (verfilmt von Alfred Hitchcock) sind nicht nur zufällig, worauf auch Stephen King mit einem Zitat zu Beginn seines Buches aufmerksam macht.

„Sara“ ist so etwas wie ein Gemisch aus Horrorstory und Liebesroman, angereichert mit einigen recht autobiographisch anmutenden Passagen zum Thema „Schreiben“. Diese Mischung unterschiedet das Buch von Stephen Kings bisherigen Romanen. Mit „Sara“ versucht der Autor, die reale Welt wieder mehr in seine Geschichten einfließen zu lassen. Sein Buch ist aber nicht nur eine „reale“, sie ist vor allem eine ziemlich spannende Geschichte. Bis zur Lösung des Rätsels muß sich der Leser ganz schön lange gedulden. Erst auf den letzten 20 der insgesamt 600 Seiten langen Geschichte dieses Buchtipps präsentiert uns Stephen King die Lösung des Rätsels.


Stephen King Sara