20160218

Ein Krimi aus dem Indianapolis der 70er Jahre

Indianapolis in den 70er Jahren: Es wird viel abgerissen und viel neu gebaut. Ach das Haus, in dem der Privatdetektiv Albert Samson sein Büro und seine Wohnung hat, fällt der Spitzhacke zum Opfer. Für Samson ist das kein wirklicher Tiefschlag, sondern nur ein weiteres Mosaiksteinchen seines nicht gerade einfachen Lebens. Er hat kaum Klienten, um Geld zu verdienen, und auch sonst sieht die Zukunft nicht besonders rosig aus.

Eine neue Klientin, deren Auftrag er natürlich annimmt, kommt da gerade recht. Sie hat keinen besonderen Wunsch. Eigentlich möchte sie nur ihren Bruder im Krankenhaus besuchen, an und für sich kein Fall für einen Privatdetektiv. Der Haken bei der Sache ist, daß sie von der Klinik kein Besuchsrecht erhält. Und das schon seit sieben Monaten. Samson macht sich also an die Arbeit, um herauszufinden, was da läuft. Schon bald wird klar, daß es in diesem Fall einige Untiefen gibt und daß es erheblicher Mühen bedarf, um diese Untiefen auszuloten.

Michael Lewin hat mit Albert Samson einen sehr charismatischen Vertreter der Zunft der Detektive geschaffen. Er ist kein Held, er ist einfach ein Mann, der seine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen erledigt. Und spannend ist der Buchtipp auch!

Diogenes Verlag, 416 Seiten.

 Krimi Indianapolis 70er Jahre