20160217

Geschichten aus Isreael

Verlag Diogenes, 395 Seiten.

Im Zentrum von Meir Shalevs dritter Familiensaga steht ein kleiner Junge: Sejde lebt mit seiner Mutter Judith in einer kleinen Siedlung in der Jesreel-Ebene, im heutigen Israel. Die unverheiratete Judith hat drei Verehrer und sie alle betrachten Sejde als ihren Sohn: Mosche Rabinowitz, wegen seiner Stärke auch „der Bulle“ genannt, gibt dem Jungen ein Zuhause. Der Viehhändler Globermann versorgt ihn mit Geld und jeder Menge Geschichten und Anekdoten. Der Sonderling Jakob Scheinfeld, ein exzellenter Koch, weiht Sejde in die Geheimnisse der Singvögel ein verwöhnt ihn ab und zu mit einem Festessen. Von Jakob erfährt der kleine Junge auch so einiges über seine Mutter Judith und das Leben, das sie vor der Geburt ihres Sohnes führte.

Meir Shalev ist ein meisterhafter Geschichtenerzähler: Er schafft es, jede der zahlreichen Figuren seines Romans zum Leben zu erwecken. Seine Geschichten aus einer uns fremden Welt sind faszinierend, witzig und überaus unterhaltsam.


Geschichten aus Isreael