20160217

Buchtipp Samuel P. Huntington

Der kalte Krieg ist vorbei. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist ein vertrautes Feindbild von der politischen Bühne verschwunden. Daß es auf der Welt dennoch kein bißchen friedlicher zugeht liegt - so Samuel P. Huntington - an den zunehmenden Konflikten zwischen den verschiedenen Weltkulturen. Der bekannte Politologe und Berater des US-Außenministers unterscheidet sieben große Kulturen: die chinesische, japanische, hinduistische, afrikanische, westliche, islamische und afrikanische.

Huntington beschreibt recht anschaulich, wie sich das Gleichgewicht zwischen diesen Kulturen verändert hat und welche Auseinandersetzungen uns die Konflikte zwischen den einzelnen Kulturkreisen bereits beschert haben bzw. noch bescheren werden. “Ein weltweiter Kampf der Kulturen kann nur vermieden werden“, - so der Ratschlag des Harvard-Professors - „wenn die Mächtigen dieser Welt eine globale Politik akzeptieren und aufrechterhalten, die unterschiedliche kulturelle Wertvorstellungen berücksichtigen“.

Huntingtons Buch ist kein sozialwissenschaftliches Werk. Es ist vielmehr eine wirklich gut aufbereitete und auch für Laien verständliche Interpretation der Entwicklung der globalen Politik nach dem Kalten Krieg.

Samuel P. Huntington
Kampf der Kulturen
Europaverlag, 582 Seiten.


Buchtipp Samuel P. Huntington