20160217

Buchtipp: Richard Ford - Unabhängigkeitstag

Richard Ford: Unabhängigkeitstag
Goldmann Verlag, 599 Seiten.

Richard Ford kann meisterhaft erzählen: Seine Romanfiguren entwickeln sich im Lauf des Lesens zu richtigen Menschen aus Fleisch und Blut. Man lernt im Buch ihre Ängste und Sorgen kennen, ihre Hoffnungen und ihre unerfüllten Träume. Das Verkaufen von Träumen ist auch das Geschäft seines Romanhelden Frank Bascombe. Er ist Immobilienmakler und wird durch seine Arbeit tagtäglich mit den oft unerfüllbaren Sehnsüchten seiner Klienten konfrontiert. Schauplatz des Geschehens ist die Kleinstadt Haddam in New Jersey. In dieser auf den ersten Blick noch heilen Welt zeigen sich bereits erste Zerfallserscheinungen in Form von Kriminalität und wirtschaftlichem Niedergang. Auch Frank Bascombes Welt ist längst nicht mehr heil. Seine Ehe ist gescheitert und die Beziehung zu seinem Sohn Paul wird immer schwieriger. Ein verlängertes Wochenende zum Unabhängigkeitstag am 4.Juli soll das Vater-Sohn-Verhältnis wieder kitten. Es sind nur wenige Tage, über die uns Richard Ford hier auf rund 600 Buchseiten berichtet. Der Text auf dem Cover verspricht uns „eine aufregende Reise durch den American Dream am Ende des 20. Jahrhunderts“. Und aufregend ist Richard Fords Bestseller tatsächlich - obwohl, oder vielleicht gerade weil das Buch ohne Sensationen und spektakuläre Ereignisse auskommt!





Buchtipp Richard Ford Unabhängigkeitstag