20160217

Buchtipp Isabell Allende

Isabel Allende kann und will Erotik nicht vom Essen trennen. Seit ihrer Kindheit ist fast jede ihrer sinnlichen Erinnerungen mit einer bestimmten Speise verbunden. Aus dieser persönlichen Beziehung ist ein Buch über die Liebe und das Essen entstanden, das sich in vielfältiger Weise mit diesem Thema auseinandersetzt. Natürlich fehlt auch eine (vernünftige) Anleitung zum Gebrauch von Aphrodisiaka nicht: Aphrodisiaka wirken, so Isabel Allende, man muß nur fest daran glauben...

Das wichtigste Anregungsmittel in Allendes Buch sind aber die Geschichten, die hier erzählt werden: Erzählungen über die Macht der Düfte, die erotische Anziehungskraft eines souveränen Kochs und alternative Kochgewohnheiten. Ergänzt wird das Buch mit einer Sammlung von Kochrezepten für erotische Abendessen. Hier finden sich „schlichte“ Aphrodisiaka wie Austern, aber auch moderne Rezepte mit wenig Kalorien und Cholesterin. Erprobt und zusammengestellt wurden sie von Panchita Llona: Sie ist die beste Köchen, die Isabel Allende kennt (und zufällig auch ihre Mutter).Auch die visuellen Genüsse kommen bei Allendes Buch nicht zu kurz: Auf vielen Seiten tummeln sich wunderschöne Nymphen, Satyrn und andere Geschöpfe: Die Bilder Robert Shekters, er ist ein Freund Isabel Allendes, strahlen Sinnlichkeit und Lebensfreude aus und passen ganz ausgezeichnet in dieses „Genußbuch“.

 Suhrkamp, 326 Seiten.