20160219

Babys, die nur im Herzen weiterleben

Endlich schwanger – die Vorfreude werdender Eltern ist groß. Doch ein größerer Teil aller Schwangerschaften endet mit einer Fehlgeburt. „Sternenkinder“ werden die tot geborenen Babys genannt. 

Dass sie seit Mai 2013 standesamtlich mit ihrem Namen registriert und individuell bestattet werden können, auch wenn sie weniger als 500 Gramm wiegen, verdanken die Betroffenen Barbara und Mario Martin.

Ein wichtiges Buch über das Thema Fehlgeburt

Das Ehepaar hat selbst drei Kinder während oder kurz nach der Geburt verloren und eine Gesetzesänderung initiiert. Aktuell setzen sich Barbara und Mario Martin dafür ein, dass auch den Frauen Mutterschutz gewährt wird, deren Kind mit weniger als 500 Gramm tot zur Welt kommt. Denn diese Fehlgeburt entspricht nach aktueller Gesetzeslage keiner Entbindung. „Deshalb gibt es auch keine Geburtsurkunde und die Mutter hat kein Anrecht auf Mutterschutz – egal, wie es ihr nach dem Verlust körperlich oder seelisch geht“, erklärt das Paar und ergänzt: „An diesem wichtigen Thema ist die Politik dran. Der Bundestag beschäftigt sich aktuell und intensiv mit dem Mutterschutz, und auch uns ist es ein wichtiges Anliegen, dass diese Regelung wesentlich verbessert wird.“


Mit ihrem biografischen Ratgeber wollen Martins Betroffenen Trost zusprechen und für eine gesellschaftliche Veränderung eintreten: Jedes ungeborene Kind hat einen würdevollen Umgang verdient.Erhältlich bei Amazon:
Fest im Herzen lebt ihr weiter: Wie wir drei Kinder verloren und den Kampf um ihre Würde gewannen. Ein Ratgeber für Eltern von Sternenkindern.

Barbara und Mario Martin

Jahrgang 1973 und 1975. Gemeinsam betreibt das Ehepaar einen Friseursalon in Niederbrechen bei Limburg. Bundesweit bekannt wurden sie durch ihre Gesetzesinitiative für Sternenkinder. Ihre Homepage zählt mittlerweile über 800.000 Besucher: http://jltfpw.jimdo.com


Noch eine Info vom Verlag:

"Wir hatten vor Drucklegung des Buches eine einmalige Aktion gestartet:
Eltern von Sternenkindern haben wir die Möglichkeit gegeben, ihren „Stern“ auf dem Vorsatzpapier des Buches mit Datum und Namen zu verewigen. Die Aktion war auf 1400 Namen begrenzt. Innerhalb kürzester Zeit mussten wir vermelden, dass der Platz erschöpft ist. Kürzlich ging eine E-Mail an diejenigen raus, deren Kind nun im Buch steht. Auch die Rückmeldungen darauf haben unseren Lektor Stefan Rüth, der sie erhalten hat, zutiefst bewegt."…


Buchtipp Fehlgeburt