20160219

Kaiser Konstantin - ein historischer Roman und eine wunderbare Reise durch das Römische Reich

Der große serbische Dichter Ivan Ivanji hat das Leben des letzten großen römischen Kaisers Konstantin beschrieben, und beides ist aufregend.

Konstantins politischer Aufstieg, seine Schlachten, seine auf politischem Kalkül basierende Toleranz gegenüber anderen Glaubensrichtungen aber auch gegenüber den Sitten und Gebräuchen in seinem riesigen Reich, sein Privatleben mit seiner Frau Fausta, die Legenden um seine Mutter, die Heilige Helene und ihre Pilgerfahrt nach Galiläa .... Es ist Ivan Ivanji gelungen, mit diesem Werk einen grandiosen historischen Roman vorzulegen, der ein ebenso grandioses literarisches Werk ist.
Das Buch ist schon 1988 auf Serbisch erschienen, nun bringt es der Wieser Verlag in der Übersetzung des Autors zum ersten Mal auf Deutsch heraus.

"Ivan Ivanji besitzt die seltene Gabe einen überzeugenden Alltag zu beschreiben, ohne Rücksicht darauf, ob er sich heute, vor hundert oder vor zweitausend Jahren abspielt. Sein Fundus ist unerschöpflich. Die ganze Zeit, während sich die Erzählung über Konstantin abwickelt, reisen wir durch die Landschaften und Städte des Römischen Reiches. Ivanjis Konstantin ist keine blasse Romanfigur, sondern eine lebendige, historische Persönlichkeit, als wäre er unser Zeitgenosse." Dragan Velikic

Ivan Ivanji
Kaiser Konstantin
Historischer Roman, vom Autor neu übersetzt
364 Seiten, wtb 001, ISBN: 978-3-9902909-8-9, EUR 14,50

Ivan Ivanji: Geboren am 24. Januar 1929 in Zrenjanin in einer jüdischen Ärztefamilie. Verhaftet in Novi Sad und von März 1944 bis April 1945 in den Konzentrationslagern Auschwitz, Buchenwald und Arbeitskommandos von Buchenwald. Journalist, Verlagslektor, Dramaturg und Direktor mehrerer Belgrader Theater, von 1974 bis 1978 Botschaftsrat Jugoslawiens in Bonn. Von 1982 bis 1988 Generalsekretär des jugoslawischen Schriftstellerverbandes. Veröffentlicht seit 1951 zuerst auf Serbisch, danach auch auf Deutsch. Zwanzig Jahre lang war er auch Dolmetscher Titos und der jugoslawischen Staats- und Parteiführung für die deutsche Sprache. Er nahm teil an wichtigen internationalen Konferenzen, so der Gründungskonferenz der KSZE 1975 in Helsinki und der Gipfelkonferenz der Blockfreien 1979 in Havanna. Romane: Kaiser Diokletian, 1976; Barbarossas Jude, 1996; Der Aschenmensch von Buchenwald, 1999; Titos Dolmetscher – als Literat am Pulsschlag der Zeit, 2007 u. v. m. Aus dem Deutschen ins Serbische hat er, unter anderem, Werke von Günter Grass, Heinrich Böll, Bertolt Brecht, Milo Dor, aus dem Serbischen ins Deutsche Danilo Kis, David Albahari u. a. übersetzt.

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