20160217

Absolut lesenswert: die besten Bücher von Christian Jacq

Christian Jacq.
Ramses. Der Sohn des Lichts.
Verlag Wunderlich, 446 Seiten.

Mit dem Leben des ägyptischen Pharaos Ramses des Zweiten beschäftigt sich das Buch des Franzosen Christian Jacq. Auf den ersten Blick ist es ein Thema, daß nur ein paar ausgewählte Ägyptologen interessiert. Sobald man jedoch die ersten Seiten gelesen hat, stellt sich heraus, daß hier zum Teil auf Fakten basierend, zum Teil auch genial erdichtet, eine ganz außergewöhnlich gute Geschichte erzählt wird. Es ist die Historie der Kultur des alten Ägyptens und seiner gottgleichen Herrscher, der Pharaonen. Mit viel Gefühl wird vom Leben des heranwachsenden Ramses berichtet und den Machtintrigen, mit denen er zu kämpfen hat. Ramses Jugend liest sich spannender als mancher Krimi und der Leser muß nur eine große Enttäuschung verkraften. Das Buch endet noch bevor Ramses den Pharaonenthron besteigt.


Christian Jacq
Nofretete´s Tochter
Verlag Knaur, 527 Seiten.

Christian Jaqs Ägyptenroman erzählt die Geschichte der Prinzessin Anchesa. Sie ist die Tochter des Pharaos Echnaton und seiner Gattin Nofretete. Die kluge und schöne Anchesa gelingt es, die Nachfolgerin des Herrscherpaares zu werden. Sie wird „Sonnenkönigin“ und Gemahlin des Tunenchamun. Auf dem Weg zur Herrschaft unterstützen sie die mächtigen und reichen Priester Thebens, die Anchesa mit einer Reihe von Zugeständnissen auf ihre Seite zieht. Der Friede steht jedoch auf wackeligen Beinen: Das sehr junge Herrscherpaar ist von Intriganten umgeben. Auch die Priester versuchen immer wieder, ihren Machtbereich auszuweiten. Besonders der General und Heerführer Haremhab macht den beiden das Leben schwer: Er möchte selbst an die Macht kommen, gibt sich nach außen hin jedoch als treu ergebener Diener der Krone.

Jaqs Intrigenspiel ist gekonnt inszeniert und läßt dem Leser sehr viel Raum für Spekulationen. Der französische Ägyptologe verknüpft auch diesmal wieder meisterhaft geschichtliche Tatsachen mit einer spannenden Erzählung. Im Zuge des Lesens erinnert man sich immer wieder an längst vergessen geglaubte Fakten aus der Schulzeit. Und man fragt sich angesichts seiner fesselnden Erzählung, warum der Geschichtsunterricht über das alte Ägypten bloß so langweilig und farblos sein konnte...



Christian Jacq
Der Tempel der Ewigkeit
Verlag Wunderlich, 412 Seiten.

Ramses, der Sohn des Pharaos von Ober und Unterägypten, muß nun zeigen daß er sich der Nachfolge seines Vaters als würdig erweist. Sein Bruder und auch viele hochrangige Beamte des ägyptischen Staates zweifeln an den Fähigkeiten des jungen Pharaos. Vor allem aber fürchten sie um den Verlust ihrer eigenen Macht.

Christian Jacq ist es gelungen den zweiten Teil seiner Geschichte über das Leben Ramses II genauso spannend zu gestalten wie den ersten Teil seiner Erzählungen aus dem alten Ägypten. Die Lebensgeschichte dieses Pharaos, die durch zahlreiche Funde aus dem Tal der Könige und anderen Ausgrabungen besser dokumentiert ist als die anderer Pharaonen seiner Epoche, wird zur Spielwiese des Autors. Die Lebensumstände am Hof der Pharaonen, die Ränke und Intrigen im Umfeld der Macht erinnern an Dallas und Dynasty, ohne jedoch in eine Seifenoperkategorie abzugleiten. Die Geschichte von Ramses ist auch die Geschichte der ägyptischen Kultur und des Glaubens seiner Zeitgenossen. Christian Jacq ist es gelungen, all dies in einer spannenden Mischung zu vereinen.


Christian Jacq
Der Gefangene der Wüste
Knaur, 462 Seiten.

Christian Jacq entführt uns zu einem Abenteuer in das alte Ägypten Diesmal geht es um einen Richter zur Zeit Ramses des Großen, der mit Korruption, Meuchelmord, Verrat und ähnlichen Widrigkeiten zu kämpfen hat. Ihm zur Seite steht eine Handvoll Getreuer. Gemeinsam versuchen sie, der Wahrheit zum Durchbruch zu verhelfen.

Obwohl sich „Der Gefangene der Wüste“ nahtlos in die Reihe bereits veröffentlichter Bücher von Christian Jacq zum Thema „Ägypten“ einfügt, ist dieses Geschichte etwas weniger spannend auf aufregend als ihre Vorgänger. Schuld daran sind vor allem die Wiederholungen bereits bekannter Szenen. Vor allem im ersten Kapitel tauchen immer wieder Schilderungen auf, die wir bereits aus früheren Büchern Jaqcs kennen.



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