20160216

Mit dem Wind um die Welt

Bertrand Piccard, Brian Jones
Mit dem Wind um die Welt
Malik, 250 Seiten.

Sein Großvater war der erste Mensch, der mit einem Ballon in die Stratosphäre aufstieg. Seinem Vater gelang es, mit einem Tiefseetauchboot zum tiefsten Punkt der Erde vorzudringen. Bertrand Piccard machte sich angesichts der immer rarer werdenden Herausforderungen an die Nonstop-Umrundung der Erde mit einem Ballon. Was er und sein Kopilot Brian Jones dabei erlebten, steht in einem Buch, das gar nicht so einfach zu lesen ist: 19 Tage an Bord einer winzigen Kapsel, die Erde in unendlicher Distanz, technische Probleme und zwei Menschen, die einfach nicht Nerven verlieren dürfen - das böte an und für sich jede spannenden Lesestoff. Nun ist „Mit dem Wind um die Welt“ zwar mit vielen Fakten vollgestopft, spannend ist es aber leider nicht. Das mag daran liegen, dass Piccard und Jones mehr Talent zum Ballonfahren als zum Schreiben besitzen oder auch am der mangelnden Begabung ihres Ghostwriters. Ihr Buch ist jedenfalls nicht aufregender als eine Fahrt mit einer Rolltreppe und das ist schade! Auch deshalb, weil ihr „Reisebericht“ jede Menge Fragen unbeantwortet lässt: Etwa die Frage, wie man so ein Ding eigentlich fliegt - Pardon! fährt - oder wie die beiden nun wirklich die Tage und Nächte in ihrer winzigen Kapsel verbrachten. Auch die raren Bilder können die alles andere als anschauliche Darstellungsweise nicht wettmachen.

Ein Verdienst des Buches ist, dass es die Arbeit der unzähligen Spezialisten und Helfer zeigt, die hinter dem Erfolg dieser Aktion standen.




Buch Ballonfahren