20150218

Wolfgang Krämer - Das neue Lexikon der populären Irrtümer

Wolfgang Krämer
Das neue Lexikon der populären Irrtümer
Eichborn, 386 Seiten.

Scheinbar unumstößliche Tatsache entpuppen sich als Ammenmärchen und hartnäckige Legenden: Hunde, die bellen, beißen auch manchmal. Wildschweine waren nicht die Lieblingsspeise der Gallier (sie galten vielmehr als unantastbare, heilige Tiere). Curry ist kein indisches Gewürz. Austern und Lachse waren eine Arme-Leute-Speise. Die „Blaue Mauritius“ ist nicht die seltenste und älteste Briefmarke der Welt.

„Das neue Lexikon der populären Irrtümer“ ist ein buntes Sammelsurium - die Palette reicht von A wie „Aborigines“ (die gibt es auch außerhalb Australiens), über C wie „Champagner“ (der keine französische Erfindung ist) über K wie „Kelten“ (keine kulturlosen Barbaren) bis Z wie „Zitronen“ (die gar nicht so sauer sind und mehr Zucker enthalten als Erdbeeren). Neben Trivialitäten finden sich auch politische und ökologische Mißverständnisse, die für manches Aha-Erlebnis sorgen und oft nachdenklich machen (warum leben so viele Behauptungen, die sich längst als falsch erwiesen haben, so hartnäckig weiter?).