20150217

Milena Moser: "Das Leben der Matrosen"

Milena Moser: "Das Leben der Matrosen"
Rowohlt Verlag, 318 Seiten.

Paula beginnt als Teilzeit-Journalistin bei „der Zeitung“ zu arbeiten. Ihre Bewerbungsunterlagen sind etwas getürkt; das wird bald entdeckt, dennoch erhält sie noch eine letzte Chance, sich als Journalistin zu bewähren. Paula hat einen 14jährigen Sohn und lebt getrennt von ihrem Mann. Sohn Marlon beginnt ein Verhältnis mit der Nachbarin, einer Mutter von zwei Zwillingspärchen, die prompt wieder schwanger wird. Es scheint, als würde Paula bald Großmutter werden.

Ein seltsames Zusammentreffen, denn auch Paula wird wieder Mutter. Sie hat sich in einen Kollegen, genannt der „Windhund“ verliebt, der auch mit seiner ihm rechtlich angetrauten Frau gerade ein Kind gezeugt hat. Leider wird der „Windhund“ ermordet, Bomben und vergiftete Mozartkugeln tauchen in der Redaktion auf, ebenso dunkle Gerüchte über dubiose Recherchemethoden der Chefredakteurin Maggie. Die schwangere Paula verliebt sich in einen anderen Mann (den „Windhund“ gibt es ja leider nicht mehr). Zum Drüberstreuen dann noch eine Leiche und ein bißchen Kidnapping.

Alles klar? Das war übrigens erst die Einstimmung auf noch weit chaotischere Dinge in Milena Mosers Buch. Für die „Beziehungskisten“, die sie ihre Heldin Paula in zehn Monaten durchleiden läßt, würde man in einem normalen Menschenleben mindestens zehn Jahre brauchen. Aber so ist eben das Leben der pfiffig-chaotischen Frauen von heute - Hera Lind läßt grüßen!