20150218

Binnie Kirshenbaum - Kein Penny für nichts

Binnie Kirshenbaum
Kein Penny für nichts
Dtv, 199 Seiten.

Lorraine und Peter: eine Liebesaffäre mit Schwierigkeiten. Eine gewagte Reise nach Weimar vor dem Fall der Mauer. Die Geschichte einer zornigen 13jährigen, die noch nicht alt genug ist, um an Protestmärschen gegen den Vietnamkrieg und Sit-Ins teilzunehmen. Harold und Nadja, auf dem Weg nach Vegas, um dort Thanksgiving zu feiern. Jetta und Sophie, die sich halb zu Tode arbeiten, um einen koscheren Haushalt zu führen. Ein fiktives Kind - Charlotta. Sie ist das Kind, das Sylvie nie haben wird - außerordentlich begabt und ganz wild auf Papptelleressen. Und noch einmal Lorraine, die inzwischen ein Kind hat und mit einem Alkoholiker verheiratet ist...

Binnie Kirshenbaum schreibt Geschichten über Frauen, die auf Beziehungskisten, Mutterschaftskult und die Scheinmoral der bürgerlichen Gesellschaft treffen. Trotz dieses gemeinsamen „Mottos“ wirken ihre Geschichten irgendwie zusammenhanglos und isoliert. Was Kershenbaum schreibt, ist oft nichtssagend und belanglos. Ihre Helden und Heldinnen erinnern an ferngesteuerte Marionetten: Sie führen kein eigenes Romanleben, sondern hängen allzu offensichtlich an den Fäden der Autorin. Lorraine, Ann, Sylvie und Marcy sind wie Pappfiguren - leblos und langweilig!