20150112

Schöner wär’s, wenn’s schöner wär

Greta ist eine Wiener Managerin auf dem Weg zu einer Messe in Italien, sie freut sich auf das Luxushotel, die Meetings mit Geschäftspartnern und auf die erhoffte Beförderung in ihrer Firma für Endoskope und andere medizinische Geräte.

Sie ist knallhart, ehrgeizig und glaubt in ihrer Überheblichkeit, das Leben und die Liebe fest im Griff zu haben ... bis der Zug in the middle of nowhere beim Ort Oed i.T. (im Tale) liegen bleibt, was eine ganze Reihe von Katastrophen nach sich zieht und Greta förmlich in eine andere Welt katapultiert.

Dort, in Oed, trifft sie auf Jurek, einen ehemaligen Philosophiestudenten und jetzt Taxifahrer, auf dessen Tochter Lynn mit ihrem Verlobten Alfred, der erfolgreich skurrile Versicherungspolizzen verkauft, auf den ehemaligen Ministerialrat Joe, der sich aus Sehnsucht nach seiner philippinischen Frau Mary verzehrt und sich fast zu Tode frisst, die Apothekerin Alice, die esoterische Physiotherapeutin Hannelore, die patente Barbesitzerin Vroni, auf Menschen, für die Greta bislang nur Verachtung übrig gehabt hat - und in deren Mitte sie sich im wahrsten Sinn des Wortes wieder findet. Und bleibt ....

Isabella Straub gelingt in ihrem neuen Roman DAS FEST DES WINDRADS ein grandioses Stück Literatur - die treffend geschilderten Personen sind allesamt ebenso schräg wie liebenswert, alles ist doppelbödig und nichts bleibt so, wie es scheint, sodass man sich bisweilen in einem surrealen Film oder in einem Roman von Franz Kafka wähnt.
Und über allem weht ein Hauch von Ironie und Unwirklichkeit .....

Das Fest des Windrads ist auch ein Roman über die naive Landlust der Städter, die trügerische Genügsamkeit der Provinzler und die Suche nach dem richtigen Leben am vermeintlich falschen Ort.




Isabella Straub
Das Fest des Windrads
Gebunden, 352 Seiten
Blumenbar
978-3-351-05017-7
19,00 €
Verfügbar ab: 09.03.2015
www.aufbau-verlag.de






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Isabella Straub, geboren in Wien, lebt in Klagenfurt am Wörthersee. Studium der Germanistik und Philosophie, danach Werbetexterin. Der Roman „Südbalkon“ (2013) war auf der Shortlist des Bremer Literaturförderpreises, des Franz-Tumler-Preises und gewann den Debütpreis der Erfurter Herbstlese. „Das Fest des Windrads“ erscheint im Frühjahr 2015.


Isabella Straub erzählt frech und wach, wir folgen ihr gern in die absurdesten Situationen des Alltags.
(NZZ)

Voller Erfindungsgabe und einer emotionalen Kraft, die sein Witz nicht aufhebt, sondern scharf beleuchtet.
(Süddeutsche Zeitung)

Was für eine Bereicherung für die Gesellschaft.
(Kulturspiegel)

In leichtfüßigem Ton gehaltene Gegenwartsanalyse, die zwischen Tragödie und Komödie gekonnt zu changieren weiß.
(ORF)