20141125

Wilhelm Pevnys brillanter Monolog „Im Kreis“

Er fährt täglich bis zu 15 mal im Kreis, der Straßenbahnschaffner der Wiener Ringlinie. Und er beobachtet die Menschen, macht sich so seine Gedanken, wie ihr Leben verlaufen könnte, er versetzt sich in die möglichen Schicksale seiner Fahrgäste und räsoniert über Gott und die Welt.

Er ist ein sogenannter kleiner Mann, dem Wilhelm Pevny seine Stimme leiht, klein, aber sehr klug, lebensklug obendrein. Und so fährt man rund um den ersten Bezirk und trifft Ministerialräte, Aussteiger, hübsche Studentinnen und müde Arbeiter - ein grandioses Panorama der condition humaine, gemalt von einem ebenso herzenswarmen wie scharfsichtigen Beobachter.

Ein Philosoph ist er obendrein, und fast möchte man in seinen Ringwagen einsteigen und hören, welches Leben er einem auf den Leib schreibt ....

PS: Wilhelm Pevny wird am 3. Dezember mit dem Preis der Stadt Wien für 2014 ausgezeichnet - dazu dürfen wir ihm schon heute gratulieren!


Wilhelm Pevny
IM KREIS
Roman
240 Seiten
gebunden, Lesebändchen
EUR 21,00
ISBN 978-3-99029-133-7
www.wieser-verlag.com


WILHELM PEVNY

Geboren 1944 in Wallersdorf (Niederbayern), 1946 Übersiedlung nach Wien – Studium der Theaterwissenschaft, 1967–69 Sprachlehrer in Paris. Theaterstücke u. a. am Akademietheater, Volkstheater Wien und La Mama, New York. Fürs Fernsehen schrieb er gemeinsam mit Peter Turrini die „Alpensaga“. In Mosambik drehte er 1985 den Film „Safari. Die Reise“. Lebt seit 1989 zurückgezogen in Wien und Retz, arbeitet an Langzeitprojekten. Im Wieser Verlag erschienen: „Palmenland“ (2007), „Luft“ (2009) und „Die Erschaffung der Gefühle“ (2013). 2014 – Literaturpreis der Stadt Wien für sein Lebenswerk.