20140219

Sieben Milliarden Menschen und eine irrwitzige Idee

Sebastian Fitzek fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Was dazwischen liegt, hat es in sich: Ein atemberaubender Thriller rund um einen Mann, der sich als Obdachloser in Deutschland wiederfindet. 

Er ist nicht in diesem Land geboren, weiß aber nicht, wo er eigentlich zuhause ist. Er hat nicht die geringste Ahnung, warum er auf der Straße lebt. Noch nicht einmal sein Name Noah, der in seinen Handflächen eintätowiert ist, sagt ihm etwas. Auch die noch relativ frische und allmählich verheilende Schusswunde in seiner Schulter kann sich Noah nicht erklären.

Dass er sich angesichts dieser Lebensumstände überhaupt durchschlagen kann, verdankt er der selbstlosen Hilfe eines anderen Obdachlosen. Er begleitet Noah auf seinem Weg durch eine Geschichte, die mit der jeder Seite an Rasanz gewinnt.
Die Handlung ist überaus komplex und erfordert einige Aufmerksamkeit. Immer wieder regt Fitzek, der ohne erhobenen Zeigefinger über die Nöte unserer Welt und die Gefahren des Bevölkerungswachstums bei ungebremstem Konsum berichtet, zum Nachdenken an. Das Ende der Verschwörung, in die Noah verwickelt ist, überrascht. Nicht gerade ein Happy End, aber doch realistisch angesichts dessen, was auf den über 500 Buchseiten angedeutet wird.




Ein absolut lesenwertes Buch, aber auch eines, das erst einmal "verdaut" werden will! Mit seinem neuen Roman wird Fitzek seinem Ruf als einer der besten deutschen Thrillerautoren wieder einmal gerecht!


(c) Regina Sailer