20121015

Hinter den Kulissen der Wiener Staatsoper und der Philharmoniker

Mit seiner faszinierenden Familiensaga lässt Franz Bartolomey, der Mann am Cello, mehr als ein Jahrhundert Musik- und Kulturgeschichte lebendig werden: ein Name - eng verbunden mit der Wiener Klangkultur und dem Musikleben dieser Stadt.

Großvater Franz I, kommt als hervorragender Prager Klarinettist 1892 nach Wien, musiziert in der aufregenden Ära des Hofoperndirektors Gustav Mahler, gestaltet Ur- und Erstaufführungen von Brahms, Dvorak, Zemlinsky und Richard Strauss mit und gilt als Urvater der legendären Wiener Klarinettenschule.

Die politisch hochsensible Zeit der 1930er-Jahre erlebt Franz II. Bartolomey als Geiger des Staatsopern-Orchesters: In der Bartolomeyschen Familien-Chronik finden sich auch zum dunkelsten Kapitel der jüngeren Kulturgeschichte aufsehenerregende, noch nie publizierte Details. So trägt er u.a. zur künstlerisch hochwertigen Ära der Direktion Karajan ebenso bei wie er an der dramatischen "Karajan-Krise" federführend beteiligt ist.

Franz III. setzt die philharmonische Tradition der Familie fort: In seiner 45jährigen Tätigkeit bei den Wiener Philharmonikern, davon 39 Jahre als Solo-Cellist, hat er mit allen großen Maestri musiziert - von Karl Böhm, Leonard Bernstein, Herbert von Karajan und Carlos Kleiber bis Franz Welser-Möst und Christian Thielemann. Er hat die Klangkultur und das große internationale Ansehen des Orchesters maßgeblich mitgeprägt und auch die Entwicklung einer neuen medialen Vermarktung als international tätiges Unternehmen mitgestaltet.
      
www.amalthea.at

Franz Bartolomey

WAS ZÄHLT, IST DER AUGENBLICK
Die Bartolomeys. 120 Jahre an der Wiener Staatsoper
Mit einem Vorwort von Christian Thielemann

Amalthea Verlag
14,6 x 22 cm, ca. 240 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen

ISBN 978-3-85002-798-4, € 24,95