20120724

Wolfgang Geier - OBAMERIKA

Regelmäßig wiederholen sich in den USA Tragödien wie in die am Freitag, als ein 24-jähriger Student zwölf Menschen nach einem Batman-Film tötete. ORF-Korrespondent Wolfgang Geier beschreibt in seinem Buch "OBAMERIKA: Berichte aus dem Land der unbegrenzten Gegensätze" ähnliche Vorfälle: Als in Texas ein geistig verwirrte Student mit einem Gewehr durch die Universität stürmt, will der dortige Gouverneur Rick Perry derartige Vorfälle künftig verhindern - sein Rezept: allen Studenten soll es erlaubt sein, Schusswaffen zu tragen!

Anders handelte Präsident Barack Obama: Er lud die mächtige Waffenlobby NRA zu einem runden Tisch ein, um über neuen Waffen-Regelungen zu verhandeln. Doch die mächtige Lobby teilte dem Staatsoberhaupt höflich, aber eindeutig mit, dass sie daran nicht interessiert sei. Angesichts der Tatsache, dass in amerikanischen Haushalten rund 200 Millionen Waffen liegen und sich daher - statistisch gesehen - in jedem dritten amerikanischen Haushalt eine Waffe befindet, wirft Barack Obama die Flinte ins Korn und beschließt, dieser Konfrontation aus dem Weg zu gehen - weil: auch Waffenbesitzer sind Wähler. Wolfgang Geier erkundet Amerika abseits der touristischen Sehenswuürdigkeiten und bietet – kurz vor den Präsidentschaftswahlen kommenden November – in lebendigen Reportagen aktuelle, aber auch ungewöhnliche Einblicke in Leben und Politik.

Wolfgang Geier - OBAMERIKA
Berichte aus dem Land der unbegrenzten Gegensätze
240 Seiten in Hardcover, mit zahlreichen Fotos
ISBN: 978-3-902533-35-7, € 23,90

Zum Autor: Wolfgang Geier wurde 1966 in Kufstein geboren. Nach einem Germanistik- und Geschichte-Studium in Innsbruck war er ab 1996 zunächst fu¨r den ORF in der Ö1-Innenpolitik, als „Zeit im Bild“- Redakteur und Gastgeber in der ORF „Pressestunde“ tätig. Seit Juli 2009 berichtet er nun als Korrespondent aus dem ORF-Bu¨ro Washington. Zum Buch: „Yes, we can!“ – damit ist Barack Obama zum politischen Hoffnungsträger fu¨r Millionen geworden. Doch fast vier Jahre später, am Ende seiner ersten Amtszeit als Präsident der USA, ist von dem versprochenen Wandel nicht viel u¨brig geblieben: In Guantanamo werden noch immer Unschuldige gefangen gehalten, die Straßen im ganzen Land zerfallen, die staatlichen Schulen sind in katastrophalem Zustand und weite Teile des Buürgertums fuürchten den finanziellen und gesellschaftlichen Abstieg. Politische Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte, aber auch Fehler in Barack Obamas Amtszeit haben die Gesellschaft tief gespalten. Aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist das Land der unbegrenzten Gegensätze geworden!

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