20120704

Elizabeth George "Undank ist der Väter Lohn"

Ein neuer Fall für Inspector Linley und seine Mitarbeiterin Barbara Havers, bei dem die beiden wieder einmal zeigen, was britische Detektive unter ordentlicher Polizeiarbeit verstehen. Doch bis es soweit ist, müssen erst noch ein paar Unstimmigkeiten zwischen den Linley und Barbara aus der Welt geschafft werden. Schließlich hat sich Sergeant Havers im letzten Buch so einiges an regelwidrigem Verhalten geleistet. Doch Barbaras unkonventionelles Denken und Handeln bringen auch positive Ergebnisse. Schließlich ist es nur ihren etwas ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden zu verdanken, dass einige unlösbar scheinende Mordfälle doch noch aufgeklärt werden können. Zwei junge Menschen werden in einem verlassenen Moorgebiet Derbyshires ermordet aufgefunden. Für ihren gewaltsamen Tod und den scheinbar grundlosen Selbstmord eines umjubelten Komponisten gibt es - so die Vermutung der Yard-Detektive - einen gemeinsamen Nenner.

„Undank ist der Väter Lohn“ ist zweifellos Georges bislang bester Roman. Linley und Havers wirken trotz ihrer zahlreichen Einsätze keineswegs ermüdend, sondern so frisch und überzeugend wie am ersten Tag ihrer gemeinsamen Polizeiarbeit. Nicht nur die Suche nach dem geheimnisvollen Mörder macht dieses Buch ganz besonders spannend. Vor allem die emotionalen Verstrickungen der beiden Hauptfiguren ziehen den Leser 700 Seiten lang mühelos in ihren Bann.

Elizabeth George
Undank ist der Väter Lohn
Blanvalet, 728 Seiten.