20120704

Delikatessen: ein Fall für Bruno

Dass Archäologen bei ihren Ausgrabungen alte Gebeine finden, ist ja nicht so besonders aufsehenerregend. Anders stellt sich der Fall bei Grabungen nahe Saint-Denis dar. Denn hier werden Gebeine gefunden, die erstens gar nichts so besonders alt sind und die zweitens von einem Mordopfer stammen. Damit hat Bruno in seinem neuen Krimi-Fall schon mal einiges zu tun. Dazu kommt noch ein zweiter nicht gerade appetitlicher Fall. Auf einer Farm für Gänsemast und Herstellung von Gänseleber-Pastete wurden Anschläge verübt. Die Hinweise führen zu militanten Tierschützern. Und als ob das noch nicht genug der Verwicklungen wären - das Chateau von Saint-Denis ist zudem Schauplatz eines Treffens hochkarätiger Politiker: Die Innenminister Spaniens und Frankreichs benötigen ebenfalls Brunos Aufmerksamkeit.

Delikatessen: Der vierte Fall für Bruno, Chef de police

Ein Buch für Freunde gelungener Landschaftsbeschreibungen - die eindrucksvolle Gegend der Dordogne wird hier ganz ausgezeichnet wiedergegeben. Auch die Beschreibung der kulinarischen Highlights ist von beachtlicher Qualität. Leider ist im Gegenzug die Krimi-Handlung etwas mager geraten. Nachdem das Ende schon recht bald absehbar ist, sinkt die Krimispannung rasant in den Keller. Die Einzigartigkeit des Dorfpolizisten Bruno hat sich leider inzwischen etwas abgenützt. Wer seine früheren Bücher kennt, weiß um die Themen, die auch hier wieder verlässlich auftauchen.