20120720

Arthur Hailey: Der Ermittler

Auch gerichtlich zum Tode verurteilte Gewaltverbrecher sind Menschen und nicht immer enden die wirklich Schuldigen auf dem elektrischen Stuhl. Nachzulesen bei Stephen King, der in seiner „Green Mile“-Reihe korrekt und menschlich mit dem Thema „Todesstrafe“ umgegangen ist. Auch in Arthur Haileys Buch kommt dieses Thema zur Sprache: Haileys Todeskandidat scheint allerdings nichts Menschliches mehr zu besitzen: „Animal“ Elroy Doil hat mehrere Menschen überaus grausam zu Tode gefoltert. Haley erspart uns nicht die Beschreibung der Folterqualen der Opfer. Dort, wo er auf Details verzichtet, regt er die Phantasie seiner Leser mit schockierenden Beweisstücken an. Um der „Gerechtigkeit“ willen wird Doil zum Tode verurteilt. Kurz vor seiner Hinrichtung überzeugt er den für seine Verhaftung verantwortlichen Detektive Malcolm Ainslie von seiner Unschuld in einem der vielen Mordfälle, die ihm angelastet werden. Ainslie geht dem Fall auf eigene Faust nach. Bei diesen Ermittlungen verschont uns Hailey mit keinem, und sei es noch so plumpen Klischee: Der Detektive und ehemalige Priester Ainslie tritt als unbestechlicher Verfechter der Gerechtigkeit auf. Außerdem gibt es da noch die rachsüchtigen Ex-Geliebte (zugleich ehrgeizige Karrierefrau) und die unzufriedene, frustrierte Ehefrau.

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