20120621

Tipp für Lateinamerika-Fans und Genussleser: „Fortunas Tochter“

In „Fortunas Tochter“ steht – wie in allen anderen Romanen Isabel Allendes – eine Frau im Zentrum des Geschehens: Allende erzählt die Geschichte der Eliza Sommer, eines Findelkindes, das im Haus von Rose Sommers und ihres Bruders Jeremy aufwächst. Ihre wohlbehütete Kindheit verbringt sie im chilenischen Valparaíso des 19. Jahrhunderts und bewegt sich dabei zwischen zwei völlig verschiedenen Welten: Bei der Indiofrau Mama Fresia lernt die kulinarisch außerordentlich begabte Eliza die Zubereitung der heimischen Gerichte, bei ihrer Adoptivmutter Rose das Benehmen, das in der Oberschicht von einer feinen Dame erwartet wird.

Es folgt eine Geschichte voller Liebe, Leidenschaft und Abenteuer: Eliza mit einem „Gedächtnis wie ein Schiffsbauch, in dem sich die Geschehnisse ihres ganzen Daseins häufen“ gelangt bis nach Kalifornien, wo der Goldrausch gerade seinen Höhepunkt erreicht. Ihre kulinarischen Talente und die in der Kindheit verhassten Klavierstunden helfen ihr beim Überleben

Die Chilenin Allende beeindruckt mit ihren lebendigen, farbenfrohen und stimmigen Beschreibungen des historischen Hintergrundes. „Fortunas Tochter“ ist einer jener Romane, die man einfach nicht mehr aus der Hand legen will, wenn man erst einmal mit dem Lesen begonnen habe. Isabel Allende in Höchstform!