20120621

Terry Pratchett: "Fliegende Fetzen"

Ein Leckerbissen von Terry Pratchett! Es gibt es Krieg auf der Scheibenwelt. Ausgelöst wird der Konflikt durch eine Insel, die plötzlich im Meer auftaucht. Der Standort des neuen Gebietes ist leider etwas ungünstig. Er liegt genau auf der Grenzlinie zwischen Ankh-Morpork und Klatsch. Den Streitereien um das Inselchen folgt ein Attentat auf einen hochrangigen Klatschianischen Politiker. Mobilmachung und Krieg sind die Folge. Mit dabei ist natürlich wieder die gesamte Stadtwache von Ank-Morpork, die wir schon aus Pratchetts früheren Büchern kennen.

Ein witziges Buch, in dem der als Moralist und Philosoph bezeichnete Pratchett zeigt, warum Kriege angezettelt werden und wie nützlich ein gemeinsamer Feind sein kann. Tatsächlich haben Pratchetts Geschichten, und die „Fliegende Fetzen“ sind da keine Ausnahme, immer so etwas wie einen moralischen Hintergrund. Gleichzeitig sind sie erfrischend optimistisch: Das Gute siegt immer irgendwie über das Böse, und so erhalten auch diesmal wieder alle Scheibenwelt-Bewohner ihren gerechten Lohn bzw. ihre gerechte Strafe.

Die „Fliegenden Fetzen“ sind ein absolutes Muss für Terry-Pratchett-Fans. Für Pratchett-Neulinge ist das wirklich ausgezeichnete Buch allerdings nur bedingt zu empfehlen: Viele Pointen kann man nur dann so richtig auskosten, wenn man die Vorgeschichte der Helden aus den früheren Scheibenwelt-Romanen kennt.

Fantasy-Faktor: 10 von 10 Punkten

Terry Pratchett
Fliegende Fetzen
Goldmann, 416 Seiten.


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