20120621

Stephen Dobyns: Die Kirche der toten Mädchen

Aurelius ist ein kleines Städtchen im Staat New York. Hier kennen sich noch fast alle und das Leben verläuft in ruhigen Bahnen. Die Bürger von Aurelius sind scheinbar mit ihrem Leben zufrieden und wenn doch einmal etwas nicht so ganz in diese Kleinstadtidylle paßt, wird es verdrängt oder totgeschwiegen. Doch wie die EAV schon sagt: „Das Böse ist immer und überall“. So passiert auch in diesem Städtchen ein schreckliches Verbrechen, das die Bürger aufschreckt, die Gesellschaft umwälzt und viele Gräben aufreißt, die man schon verschüttet glaubte. Es ist erschreckend zu beobachten, wie sich das Verhalten von Nachbarn ja sogar Freunden ändert, als feststeht, daß ein Mörder unter ihnen lebt. Alle sind betroffen und Rufmord ist nur eines der geringsten Übel.

Stephen Dobyns Roman ist aus der Perspektive eines in Aurelius lebenden Biologielehrers geschrieben. Dieser am Anfang nur unbeteiligter Erzähler wird im Verlauf der Handlung ebenfalls in den Sog des Mißtrauens und der Angst hineingezogen. Die Geschichte beginnt mit dem Schlußpunkt des Verbrechens. Die Art und Weise, wie es verübt wurde und die Suche nach dem Schuldigen füllt fast 500 wirklich spannende Buchseiten.

Stephen Dobyns: Die Kirche der toten Mädchen
Krüger, 462 Seiten.

Bewertung: 8 Punkte (höchste Bewertung: 10 Punkte)


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