20120621

Philippe Djian: Kriminelle

In „Kriminelle“ beschreibt der populäre französische Schriftsteller Djian alle erdenklichen Arten von Schwierigkeiten, die sich zwischen den Geschlechtern entwickeln können. Monique und Ralph versuchen vergeblich, ihr tristes Liebesleben wieder in Schwung zu bringen. Auch zwischen ihren Freunden Victor und Juliette läuft es nicht besonders gut, obwohl (oder gerade) weil sich die beiden für eine sogenannte „offene Beziehung“ entschieden haben. Im Zentrum des Geschehens steht Djians Ich-Erzähler Francis, der nicht gerade glücklich mit Élisabeth zusammenlebt: Er schlägt sich nicht nur mit Beziehungsproblemen und seinem senilen Vater, sondern auch mit einer tiefsitzenden, krankmachenden Unzufriedenheit herum. Das Gefühl, nicht mehr viel Zeit zu haben, macht dem knapp Fünfzigjährigen - er ist gleichen Alter wie sein Schöpfer Djian - schwer zu schaffen.

Philippe Djian: Kriminelle
Diogenes, 243 Seiten.


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