20120621

Philip K. Dick: Kolonie

Science Fiction vom Feinsten bietet dieser Geschichtenband des 1982 verstorbenen Autors Philip K. Dick. Seine Figuren sind keine Helden auf intergalaktischer Mission, sondern ganz normale, kleine Leute, die sich mit Tücken des gesamten Universums herumschlagen: Was tun, wenn braune Halbschuhe plötzlich lebendig werden und ohne ihren Besitzer durch die Büsche flitzen? Was fängt man mit Teppichen, Handtüchern und Fußmatten an, die einem auf einer an sich harmlos wirkenden Planetenkolonie nach dem Leben trachten? Neben diesen originell-paranoiden Themen taucht in Dicks Erzählungen auch das Thema „Zeitreise“ immer wieder auf. Die Zukunft, die Dick zeichnet, ist so wandelbar und unsicher wie das gesamte Universum. Nichts in seinen Geschichten scheint wirklich greifbar und real: Zeit und Raum unterliegen einem ständigem Wandel (nicht zufällig verwendete Philip K. Dick bereits in den 50er Jahren den Begriff „Cyberspace“).

Dicks Geschichten sind hintergründig, intelligent, spannend und humorvoll. Sie sind ein Beweis dafür, dass auch die mitunter belächelte Literaturgattung Science Fiction Beachtliches hervorbringen kann. Das musste selbst der kritische SF-Autor Stanislaw Lem zugeben, der sich immer wieder lobend und anerkennend über die Arbeit seines US-amerikanischen Kollegen äußerte.

Philip K. Dick: Kolonie
Haffmans, 282 Seiten.

Bewertung: 9 Punkte (höchste Bewertung: 10 Punkte)


Weitere spannende Buchtipps finden Sie mit Hilfe Suchfunktion auf diesem Portal. Geben Sie einfach ein Stichwort, den Namen des Autors oder den Buchtitel ein!