20120621

Buchbesprechung: Brigitte Riebe "Moon"

Erst läuft alles schief, dann taucht plötzlich eine herrenlose Katze auf und alles wird wieder gut. Auf diesen einfachen Nenner läßt sich Brigitte Riebes Katzenroman „Moon“ bringen. Warum das so ist, überläßt die Autorin der Spekualtion des Lesers: Kann die Katze Moon zaubern? Steht das „süße Tierchen“ vielleicht mit geheimnisvollen Mächten im Bunde? Oder sind gar kosmische Kräfte am Werk? Die Romanfamilie Hirsch weiß es auch nicht so genau, ist aber wieder glücklich und zufrieden. Alle bösen Dinge scheinen endgültig der Vergangenheit anzugehören: Der sinnliche Schreiner Franz, der Mutter Hirsch zu ehebrecherisches Treiben verführte, verschwindet von der Bildfläche. Die geschäftlichen Sorgen von Vater Hirsch lösen sich ebenso in Luft auf wie die Probleme der Kinder Fanny und Till. Sogar bei Großmutter Ilona ist wieder alles in Butter: Sie erlebt sogar eine traumhaft romantische Liebesgeschichte, um die sie selbst Rosamunden Pilcher beneiden würde.

Garniert ist das Ganze mit allerlei Flotten Ausdrücken: Wir erleben die kleinen Hirschs in der „ollen Penne“, wo sie sich den „Kopp“ mit allerlei Zeug anfüllen lassen und wo es jede Menge „Zoff“ gibt. Zum Ausgleich versorgt uns Mutter Hirsch mit Poesie und „schimmernden Spuren von Mondstaub“!

Fantasy-Faktor: 3 von 10 Punkten

Brigitte Riebe
Moon
Verlag Piper, 311 Seiten.



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