20110912

Gerechtigkeit siegt - aber nur im Film




Würden Sie nicht auch beim Namen Rudolf Taschner reflexartig an Mathematik denken? Und doch ist Rudolf Taschner viel mehr - ein Gelehrter im besten Sinn des Wortes. Daher sollte es nicht verwundern, dass Rudolf Taschner sein Buch der "Gerechtigkeit" widmet und den Begriff in Bezug auf Gleichheit, Generationen, Gesetz, Geschichte, Geschäft oder Gewissen abklopft. Und auf brilliante Weise untermauert, dass es Gerechtigkeit wohl wirklich nur im Film gibt.

Rudolf Taschners Buch "Gerechtigkeit siegt - aber nur im Film" nimmt den Leser mit auf eine höchst interessante und amüsante Tour durch Geschichte, Philosophie, Literatur - und natürlich auch Mathematik.

Was ist denn schon gerecht? Der Ort unserer Geburt? Unsere Herkunft? Unsere Gene, die scheinbar Schicksal spielen? Der Zufall, der uns vor einem Unglück bewahrt, oder uns über Nacht zum Millionär werden lässt? Sind wir nicht alle gleich? Gerechtigkeit gibt es nicht!, rufen die traurigen, hoffnungslosen Realisten. Es ist eine wunderschöne Illusion, die uns hoffen und schaffen lässt, die anderen.

Rudolf Taschner wird Ihnen keinen Schiedsspruch über Gerechtigkeit liefern, er wird keinen Freibrief für Vorurteile ausstellen, kein Machtwort über Geld, Gesetz, Geschichte und Gewissen sprechen. Aber er wird Sie fühlen lassen, dass Ihr Glück nicht davon abhängt, wie groß Ihr Stück vom Kuchen ist.

Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, geboren 1953 in Ternitz, studierte an der Universität Wien Mathematik und Physik. 1977 begann er seine Arbeit an der Technischen Universität Wien, an der er nach einem Zwischenaufenthalt in Stanford bis heute als Professor tätig ist. Rudolf Taschner gründete und betreibt zusammen mit seiner Frau und Kollegen der TU Wien „math.space“, einen Veranstaltungsort im Wiener MuseumsQuartier, der Mathematik als kulturelle Errungenschaft präsentiert und sowohl in Österreich als auch international größte Anerkennung als höchst innovative Einrichtung gefunden hat. 2004 wurde Rudolf Taschner zum „Wissenschaftler des Jahres“ gewählt. Sein Bestseller „Zahl Zeit Zufall. Alles Erfindung“ erhielt zahlreiche Auszeichnungen, sein im Herbst 2009 erschienenes Werk „Rechnen mit Gott und der Welt“ wurde zum Buchliebling 2010 gewählt.

„Er öffnet die Tore weit für die nicht Eingeweihten, und die scheinbaren Mysterien werden durch seine Begabung, das Komplizierte nicht einfacher als es ist, aber so klar wie möglich zu machen, plötzlich durchschaubar, durch seine Hilfe erkennen wir, dass wir mehr verstehen, als wir uns selbst zugetraut hätten, und wir schöpfen Mut, uns, in den alten und schönen Worten Immanuel Kants, der eigenen Vernunft auch ohne Anleitung zu bedienen.“ Daniel Kehlmann

Quelle: Verlag Ecowin/Dr. Barbara Brunner


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