20110921

Barbara Frischmuth

Barbara Frischmuth: Als ob es nicht ein weiter Weg wäre - von der "Klosterschule" zur "Sophie Silber", "der "Schrift des Freundes" zu "Löwenmaul" und "Irisschwert".


Barbara Frischmuth wurde am 5. 7. 1941 in Altaussee (Steiermark) geboren. Der Vater, Anton Frischmuth, der 1943 in Russland fiel, war Hotelier; der Familienbetrieb wurde von der Mutter, Maria (wiederverheiratete Pucher, geborene Schmidt), bis 1956 alleine weiter geführt.

Ein neunmonatiger Stipendienaufenthalt ermöglichte ihr von 1960-61 ein Studium an der türkischen Atatürk Universität in Erzurum. In ihrer Abwesenheit wurde sie zum Gründungsmitglied des Forum Stadtpark ernannt; im Forum las sie im Frühjahr 1961 auch erstmals eigene Werke.

1967 erschien als erste Übersetzung aus dem Ungarischen, das KZ-Tagebuch der Siebenbürger Jüdin Ana Novac im Rowohlt Verlag, ein Jahr darauf ihr erstes eigenes Werk Die Klosterschule bei Suhrkamp. Von da an publizierte sie Romane, Erzählungen, Dramen, Hörspielen und einige weitere Übersetzungen aus dem Ungarischen (siehe Publikationsliste).

Barbara Frischmuth besuchte im Rahmen von Auslandsaufenthalten bis dato unter anderem die Türkei, Ungarn, Ägypten und England, aber auch China (1982) und Japan (1990). Mehrmals unternahm die Autorin Lesereisen durch die USA; 1976 war sie für drei Monate writer in residence am Oberlin College in Ohio und 1987 als poet in residence an der Washington University in St. Louis, Missouri.
Im Herbst 1990 hielt Barbara Frischmuth Poetik-Vorlesungen an der Universität München unter dem Titel Traum der Literatur - Literatur des Traums. 1997/98 war sie Jurorin des Klagenfurt Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs und von 1997-2002 Mitglied des Ausschusses der Deutschen Schillergesellschaft in Marbach am Neckar.

Barbara Frischmuth hat einen Sohn, Florian Anastasius Grün (1973), und ist in zweiter Ehe seit 1988 mit dem in München praktizierenden Psychiater und Neurologen Dr. Dirk Penner verheiratet. Seit 1999 lebt die Autorin wieder in Altaussee.


Ihre Bücher:

  • Die Kuh, der Bock, seine Geiß und ihr Liebhaber. Berlin: Aufbau 2010.
  • Traum der Literatur - Literatur des Traums. Münchner Poetik-Vorlesungen. Erw. Ausg. Mit einem     Nachwort von Silvana Cimenti. Wien: Sonderzahl 2009. (= edition graz. 3.)
  • Vergiss Ägypten. Ein Reiseroman. Berlin: Aufbau 2008.
  • Vom Fremdeln und vom Eigentümeln. Essays, Reden und Aufsätze über das Erscheinungsbild des Orients. Graz, Wien: Droschl 2008.
  • Marder, Rose, Fink und Laus. Meine Garten-WG. Berlin: Aufbau 2007.
  • Der Sommer, in dem Anna verschwunden war. Roman. Berlin: Aufbau 2004.
  • Löwenmaul und Irisschwert. Gartengeschichten. Berlin: Aufbau 2003.
  • Die Entschlüsselung. Roman. Berlin: Aufbau 2001.
  • Schamanenbaum. Gedichte. Mit einem Nachwort von Gerhard Melzer. Graz, Wien: Droschl 2001.
  • Fingerkraut und Feenhandschuh. Ein literarisches Gartentagebuch. Mit Fotos von Herbert Pirker. Berlin: Aufbau 1999.
  • Das Heimliche und das Unheimliche. Drei Reden. Berlin: Aufbau 1999.
  • Die Schrift des Freundes. Roman. Salzburg, Wien: Residenz 1998.
  • Hexenherz. Erzählungen. Salzburg, Wien: Residenz 1994.
  • Wassermänner. Lesestücke aus Seen, Wüsten und Wohnzimmern. Hrsg. und mit einem Nachw. von Hans Haider. Salzburg, Wien: Residenz 1991.
  • Traum der Literatur - Literatur des Traums. Münchner Poetik-Vorlesungen. Mit einem Nachw. von Wolfgang Frühwald. Salzburg, Wien: Residenz 1991.
  • Mister Rosa oder Die Schwierigkeit, kein Zwerg zu sein. Spiel für einen Schauspieler. Wien: Volkstheater Wien 1991.
  • Einander Kind. Roman. Salzburg, Wien: Residenz 1990.
  • Mörderische Märchen. Erzählungen. Salzburg, Wien: Residenz 1989.
  • Über die Verhältnisse. Roman. Salzburg, Wien: Residenz 1987.
  • Herrin der Tiere. Erzählung. Salzburg, Wien: Residenz 1986.
  • Kopftänzer. Roman. Salzburg, Wien: Residenz 1984.
  • Traumgrenze. Erzählungen. Salzburg, Wien: Residenz 1983.
  • Vom Leben des Pierrot. Erzählungen. Mit Original-Holzschnitten von Alfred Pohl. Pfaffenweiler: Pfaffenweiler Presse 1982.
  • Die Frau im Mond. Roman. Salzburg, Wien: Residenz 1982.
  • Landschaft für Engel. Mit Fotos von Christine de Grancy. Wien [u.a.]: Molden 1981.
  • Die Ferienfamilie. Salzburg, Wien: Residenz 1981.
  • Bindungen. Erzählung. Salzburg, Wien: Residenz 1980.
  • Kai und die Liebe zu den Modellen. Roman. Salzburg, Wien: Residenz 1979.
  • Entzug - ein Menetekel der zärtlichsten Art. Mit Offsetlithografien von Heinz Treiber. Pfaffenweiler: Pfaffenweiler Presse 1979.
  • Amy oder Die Metamorphose. Roman. Salzburg, Wien: Residenz 1978.
  • Die Mystifikationen der Sophie Silber. Roman. Salzburg, Wien: Residenz 1976.
  • Haschen nach Wind. Erzählungen. Salzburg, Wien: Residenz 1974.
  • Rückkehr zum vorläufigen Ausgangspunkt. Erzählungen. Salzburg, Wien: Residenz 1973.
  • Das Verschwinden des Schattens in der Sonne. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1973.
  • Tage und Jahre. Sätze zur Situation. Salzburg, Wien: Residenz 1971.
  • Geschichten für Stanek. Berlin: Literarisches Colloquium 1969.
  • Die Klosterschule. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1968.

Infos zu lieferbaren Büchern im Aufbau Verlag finden Sie unter www.aufbauverlag.de,
weitere Informationen finden Sie unter www.barbarafrischmuth.at

Quelle: Aufbau Verlag/Dr. Barbara Brunner


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