20110921

„Auf den Spuren des Udo Proksch“ von Ingrid Thurnher

Die einen verehren den Lebenskünstler und das Genie in ihm, für die anderen war er ein Mörder und Scharlatan: Udo Proksch war ein Mann mit vielen Gesichtern.

Zahlreiche Mythen ranken sich um den Meister der Selbstdarstellung und Manipulation, dessen Name stets in einem Atemzug mit einem gigantischen Versicherungsbetrug genannt wird, der als Fall „Lucona“ in die Geschichte einging. Als erklärter Hasser der Bourgeoisie verkehrte er dennoch stets in den besten Kreisen Österreichs und inszenierte sich als exzentrischer Partygeber. Legendär ist sein Club 45, eine Seilschaft von einflussreichen Persönlichkeiten und Machtbeflissenen. Aufsehen erregte er auch durch seine schrägen Ideen, wie zum Beispiel den von ihm gegründeten „Verein der Senkrechtbegrabenen“.
Unter dem Künstlernamen Serge Kirchhofer entwarf er avantgardistische Brillendesigns und machte als Inhaber der weltberühmten k.u.k. Hofzuckerbäckerei Demel Karriere. In einem krassen Gegensatz dazu stand seine Affinität zu Militär und Waffen.

Das Archiv des Udo Proksch mit tausenden Fotos, Briefen, Notizen und Entwürfen liegt heute in der Galerie WestLicht - eine Sammlung, mit der Udo Proksch seine eigene Geschichte unverfälscht erzählt. Von seiner nationalsozialistisch geprägten Kindheit, seiner Kreativität, seiner Lust am Spiel im Kreis der Mächtigen, seiner Sucht nach Frauen und Liebe und seiner Gier nach Öffentlichkeit und seiner Suche nach Anerkennung. Er gab den Künstler und den Hofnarren, den General und den Verführer, das PR-Genie und den Politik-Berater, genau wie es ihm passte.

Das neue Buch „Auf den Spuren des Udo Proksch“ von Ingrid Thurnher stützt sich auf bisher unveröffentlichtes Material aus diesem Archiv. 

www.ecowin.at
272 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen von Originaldokumenten
ISBN 978-3-7110-0002-6, EUR 23,90 (A/D)

Ingrid Thurnher, MBA, war von 1991 bis 1994 bei der ORF-Radio-Innenpolitik tätig und präsentierte anschließend 13 Jahre die „Zeit im Bild 2“, das meistgesehene Nachrichtenmagazin Österreichs. Heute moderiert sie die ORF-Diskussionssendungen „Im Zentrum“ und „Runder Tisch“ sowie die „Sommergespräche“. Ingrid Thurnher erhielt bereits sieben Mal den TV-Publikumspreis „Romy“ als „beliebteste Moderatorin“.

„Ingrid Thurnher setzt Maßstäbe. Die Moderatorin der ‚Zeit im Bild 2‘, des meistgesehenen Nachrichtenmagazins des Österreichischen Rundfunks, ist das Aushängeschild (…). Ob Bundespräsident, Minister, Landeshauptmann oder Parteivorsitzender – vor der Thurnher sind alle gleich.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung

Quelle: Westend/Dr. Barbara Brunner


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