20110524

Der begeisterte Patient



Bitte weitersagen!

Die Mundpropaganda wird als Marketinginstrument oft unterschätzt. Viele Arztpraxen leben zu einem guten Teil von der „guten Nachrede“.

„Wenn neue Patienten in die Praxis kommen, sollten Sie sich unbedingt erkundigen, aus welchem Grund dieser neue Patient seine Entscheidung getroffen hat“, empfiehlt Felix A. Klier, der mit gemeinsam mit Dr. Mireille Schwaninger-Thill und Dr. Michael Klinger den Praxisleitfaden „Der begeisterte Patient“ herausgegeben hat. Beruhe die Wahl der Praxis auf einer Empfehlung, sollte man nicht verabsäumen, den neuen Patienten zu fragen, von wem diese ausging.

Die Mund-zu-Mund-Propaganda könne als Marketinginstrument gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. In manche Praxen kämmen bis zu 50 Prozent aller Patienten nur auf Grund von Empfehlungen neu dazu. Auf diesen Punkt solle man beim Erstkontakt mit neuen Patienten achten.

Klier rät außerdem, Empfehlungen in der Patientenakte der Datenbank festzuhalten, um so das Empfehlungsnetzwerk nachvollziehen zu können: „Auf diese Weise ist es Ihnen möglich, diese Patientennetzwerke sehr gezielt anzusprechen und besser zu nutzen“, erklärt er. Die Erfahrung Kliers und seiner Mitautoren zeigt, dass einige der bestehenden Patienten besonders oft und intensiv Mundpropaganda für die Praxis machen. Eine Leistung, die man auch anerkennen solle: „Sie müssen ja nicht gleich Prämien in Aussicht stellen, aber bedanken Sie sich ganz einfach im Falle einer Empfehlung bei Ihrem Patienten“, empfiehlt der Marketingspezialist.


© Dr. phil. Regina Sailer


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